Monday, March 21, 2016

1 Monat 4 Tage - Der Umzug Teil II - 17.Dezember

Mein Dreamteam war motiviert unser Umzugsprojekt welches wir angefangen hatten, zu beenden. 

Den Umzug der Rasoul's zu organisieren und sie binnen 48 Stunden voll einzurichten, war nur dank der Hilfe von Tony, Mo und Agnes moeglich. 

An diesem Tag, brachte Agnes die Bohrmaschiene ihres Vaters. Ich traf sie bei meiner Schwester im 12.Bezirk, welche am Umziehen war und einen Esstisch und 2 Stuehle zur Verfuegung stellte. Meine Mutter spendete Geschirr. 

In der Zwischenzeit war holte Mo den Vater, Abdelaziz, ab und fuhr mit ihm zu meiner Freundin Sladana, welche eine Waschmaschiene, ein Sofa und drei Stuehle zur Verfuegung stellte. 

Agnes und ich fuhren zu den Rasoul's und legten alles ab. Waehrend sie alleine weiter fuhr um noch mehr Geschirr abzuholen, blieb ich bei den Rasoul's. Natuerlich kann ich nicht herumsitzen und Nichts tun, somit entschied ich mich dafuer zu versuchen dass Stockbett selber anzuschrauben. 

Wie schon im vorherigen Blog erwaehnt, hatten wir grosse Schwierigkeiten dass am Vorabend gehabt das Bett zu montieren. Jetzt hatte sich das Blatt gewendet denn ich war ausgestattet mit einer Bohrmaschiene und einem Akkuschrauber. Meine Freunde wissen dass ich nicht wirklich sehr talentiert bin mit Werkzeug. Da ich jetzt zwei Powertools hatte, fuehlte ich mich maechtig. 

Ich betrat das Zimmer und Diar, der Juengste, schlief. Ich sah Shamse an und versuchte ihr zu kommunzieren dass ich nicht bohren wuerde, solange er schlief. Sie wiederum meinte es waere ueberhaupt kein Problem. Unser kleines Gespraech ging und her und ich liess mich ueberreden. Bevor ich allerdings anfing, leste ich mir online Informationen zu meinem Vorhaben durch und machte mich schlau. Schliesslich musste ich die Werkzeuge am selben Abend retournieren und der kommende Tag war arbeitstechnisch ausgelastet. 

Ich versuchte langsam zu bohren und schaute immer wieder zu Diar. Sanftes Bohren ist ein Ding der Unmoeglichkeit, also entschied ich mich einfach loszubohren. Diar liess ich nicht aus den Augen doch der schlief - tief und fest. Insgesamt bohrte ich 12 - 14 Loecher in das robuste Bett und Diar zwinkerte nicht einmal. Meine Finger und meine Arme begannen mir weh zu tun, doch ich wollte weder Shamse noch Helz bohren lassen. Da war ich nun und bohrte wie wild in diesem kleinen Zimmer mit dem erschoepftesten Jungen den ich je gesehen habe. 

Die Schrauben einzufuegen war etwas leichter. Diar so ruhend zu sehen, gab mir Kraft und als ich dann endlich fertig war, war ich gluecklich und stolz auf die geleistete Arbeit. Ich schickte Tony zur Sicherheit noch Fotos von meiner Arbeit an dem Bett und rief ihn an um sicher zu gehen dass auch alles passte. Leider war mein Job noch nicht getan. Es fehlten doch noch 4 Loecher und 4 Schrauben. Das Stockbett musste stabil sein. 

Waehrend ich am Telefon war, wachte Diar auf und gruesste mich mit einem Laecheln. Er und sein Bruder Mohamad wollten mir bei der Arbeit helfen. Wir hielten die Maschiene gemeinsam und die Jungs drueckten sie mit aller Kraft gegen das Bett. 

Als wir fertig waren, nahmen Shamse, Helz, Diar, Mohamad und ich den oberen Teil und legten ihn vorsichtig auf den unteren Teil des Stockbettes. Ich versuchte das Bett zu schuetteln und siehe da - es war stabil!

Gerade als wir fertig waren, kamen auch schon Abdelaziz und Mo durch die Tuere und brachten die Waschmaschien, das Sofa und die drei Stuehle. 

Agnes war auch schon am Weg zu den Rasoul's und nahm uns allen Pizza mit die wir alle gemeinsam wohlverdient vernaschten bevor wir uns wieder verabschiedeten.

Es war unglaublich. Binnen 48 Stunden hatten wir eine Waschmaschien, ein Sofa, 5 Stuehle, einen Esstisch, Geschirr, ein Bettsofa, ein Stockbett, einen Staubsauger, einen Wasserkocher, Bettwaesche und eine extra Decke organisiert. Ein Bett fehlte noch, dafuer hatten wir alle Matratzen die die Rasoul's benoetigten. 

Die Rasoul's waren so dankbar. Sie waren sprachlos. Abdelaziz sah mich an, schuettelte den Kopf immer wieder und sah in den Himmel hinauf. Eine sehr liebe Gestik die er bis heute noch immer wieder macht. 

Als ich zuhause ankam, landete ich Sturzflug im Bett. Eine froehliche Muedigkeit wiegte mich sofort in den Schlaf. 

 

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